Wir freuen uns, wenn Erwachsene oder Kinder getauft und damit in die Gemeinde aufgenommen werden und feiern das mit Ihnen gerne in einem festlichen Taufgottesdienst.  Bitte sprechen Sie mögliche Termine mit den Ortspfarrern ab. 
Für Gemeindemitglieder aus dem Gemeindegebiet ist das bis zu einem gewissen Rahmen kostenlos, für Auswärtige erheben wir Nutzungsgebühren.  

Taufe Fragen und Antworten
Grundsätzliche Fragen: 
Wozu Taufe ?
Säuglingstaufe oder Erwachsenentaufe
Wer kann getauft werden?
Taufe erst vor der Konfirmation?

zum Ablauf: 
Wie sieht eine Taufe aus?
Welche Tauflieder und Taufsprüche passen zu uns?

Organisatorisches: 
Welche Formalitäten sind zu beachten?
Wie melde ich eine Taufe an?
Wann und wo findet die Taufe statt?
Welche Rolle haben Taufpaten und Taufpatinnen?
Foto und Video im Gottesdienst 


Wozu Taufe?
Aufnahme in die Kirche - Familienfeier - Gottesdienst als Fest des Lebens
Ursprünglich - in der frühen Kirche - wurden Erwachsene auf den Namen Christi getauft (Matthäus 28) und stellten sich damit bewusst in die Reihe der Christen. Das war ein - manchmal nicht ungefährliches - öffentliches Bekenntnis zu einem von Jesus Christus vorgezeichneten Weg: Befreiung und Versöhnung trotz Schuld und Gewalt, Menschlichkeit vor Gesetzlichkeit, Barmherzigkeit statt Ellenbogenmentalität.
Die Taufe feiert den "zerbrechlichen" Menschen. Mit dem Ritus der Wassertaufe wird gezeigt: Wir Menschen sind von Gott geliebt und geschaffen für die Möglichkeit zu einem freien Neubeginn, auch wenn wir die Erfahrung von Leid und Schuld machen.

Für manche Jugendliche in der  Konfirmation ist die Taufe ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit, für Erwachsene oft ein Bekenntnis: ich gehöre in die Gemeinde, ich stehe zur Kirche.
Für viele Eltern ist die Kindertaufe eine Familienfeier, die einen Neuankömmling in der Familie feiert, und damit ist ein Lebensabschnitten markiert ist: von der Zeit der kinderlosen Unabhängigkeit ein Schritt in die Verantwortung. 

Für die Kirchengemeinde ist wichtig: die Taufe ist das gemeinsame ökumenische Zeichen der weltweiten Christenheit. Die Taufe wir von den großen Kirchen anerkannt. Jede Taufe wird in der evangelischen Kirche im Gottesdienst gefeiert und läuft nach der in der Gemeinde bestehenden Gottesdienstordnung ab. Besondere Textlesungen, Gebete und zusätzliche Gesten und Zeichen haben sich in den verschiedenen gemeindelichen und kirchlichen Kontexten entwickelt.


Säuglingstaufe oder Erwachsenentaufe?
Im Laufe der Kirchengeschichte hat sich die Bedeutung der Taufe erweitert. Sie ist heute nicht nur der Eintritt in die Kirche, sondern durch die Taufe von Kleinkindern auch ein Familienfest des neu geschenkten Lebens. Eltern und Paten bekennen: wir sind verantwortlich für die Rahmenbedingungen des Lebens und Lernens dieses Kindes.
Daher ist in unserer Kirche beides möglich, die Taufe von Säuglingen, in der Eltern und Paten und Gemeinde ihre Verantwortung vor Gott bekennen und um Gottes Segen bitten, aber auch der eigenverantwortliche Schritt von Jugendlichen bei der Konfirmation oder von Erwachsenen, die der Kirche beitreten wollen.

  


Wann und wo findet die Taufe statt?
Es ist ganz gleichgültig, ob der Täufling erst einige Tage alt ist oder schon Monate oder Jahre, ein jugendlicher Mensch vor der Konfirmation oder ein Erwachsener. 
Die Taufe kann in einem Gottesdienst am Sonntagmorgen oder in einem Kindergottesdienst stattfinden, oder in einem eigenen besonderen Taufgottesdienst der Gemeinde. In manchen Gemeinden finden mehrfach im Jahr spezielle Taufgottesdienste statt.
Eine Taufe  kann natürlich im Krankheits- oder Sterbefall auch zuhause oder im Krankenhaus stattfinden. 


Wie sieht ein Taufgottesdienst aus?
Der Ablauf richtet sich danach, in welchen Gottesdienst die Taufe eingebettet ist. Besondere Gestaltungsideen können mit  dem Pfarrer oder der Pfarrerin abgesprochen werden. Ein Taufgottesdienst kann zum Beispiel folgenden Ablauf haben:

Musik
Begrüßung
Lied
Lesung (Psalm)
Lied
(Glaubensbekenntnis)
Lied
Ansprache und Bibelauslegung,
Lesung aus dem neuen Testament  (z. B. Taufevangelium Matthäus 28)
Tauffrage an die Eltern und Paten
Taufritus und Segen
Lied
Fürbittengebet für Täufling und Familie
Segensbitte der Gemeinde
Musik zum Ausgang

Festgelegt ist  der Taufritus in der Kirchenordnung (Agende). Alle anderen Texte des Gottesdienstes können mit Pfarrer oder Pfarrerin abgesprochen werden.


Taufspruch und Tauflieder

Im Gottesdienst wird dem Täufling der Taufspruch als Segensspruch gesagt, der dann auch in der Taufurkunde erscheint.
All das sollte in einem musikalisch passenden Rahmen eingebettet sein, dazu gibt es sehr schöne alte und neue Tauflieder im evangelischen Kirchengesangbuch.
Wenn es in der Familie viele Menschen aus katholischen Tradition gibt, kann man ihnen mit der Auswahl ihnen bekannter Lieder den Zugang zum Gottesdienst erleichtern.

Ältere Lieder, ökumenisch bekannt:
66 Jesus ist kommen    
67 Herr Christ, der einig Gotts Sohn    
131 O heiliger Geist, o heiliger Gott    
133  Zieh ein zu deinen Toren    
167 Wir wollen fröhlich singen    
176 Öffne meine Augen    
199  Gott hat das erste Wort    
207 Nun Schreib ins Buch des Lebens    
209 Ich möcht', daß einer mit mir geht    
210 Du hast mich, Herr, zu dir gerufen   
211 Gott, der du alles Leben schufst    
103   Nun bitten wir dich, Jesu Christ    
157  Laß mich dein sein und bleiben    
200  Ich bin getauft auf deinen Namen    
204  Herr Christ, dein bin ich eigen    
289  Nun lob, mein Seel, den Herren      
316 Lobet den Herren,
200 Ich bin getauft in deinen Namen,
331 Großer Gott, wir loben dich

Neuere Tauflieder:
596 Kind du bist uns anvertraut,
206 Liebster Jesu, wir sind hier;

Moderne Songs
666 Selig seid ihr
425 Gib uns Frieden jeden Tag
427 Solang es Menschen gibt auf Erden 
432   Gott gab uns Atem, damit wir leben     
571 Unser Leben sei ein Fest

Segenslied:
171 Bewahre uns Gott
Zurück


 Wer kann in der evangelischen Kirche getauft werden?
1. Auf eigenen Wunsch jeder religionsmündige Mensch (in der BRD rechtlich mit dem 14. Lebensjahr).
2. Jedes Kind, von dem mindestens ein Elternteil der evangelischen Kirche angehört.
Ist dies nicht der Fall, kann nur in Ausnahmefällen ein Kind getauft werden, wenn die Taufpatin oder der Taufpate evangelisch sind und dem Kind nahe stehen:
Die Taufe eines Kindes muss versagt werden, wenn weder Vater noch Mutter der evangelischen Kirche angehören. Wenn das Kind von einer evangelischen Christin oder einem evangelischen Christen erzogen wird, kann das Kind mit Beschluss des Presbyteriums getauft werden.  


Wie melde ich eine Taufe an?

Sie können die Taufe im Gemeindebüro oder direkt bei dem Pfarrer/ der Pfarrerin anmelden. Zur Vorbereitung der Tauffeier wird mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin möglichst einige Wochen vorher ein Taufgespräch vereinbart, in dem Gelegenheit ist, über inhaltliche Dinge und den Ablauf des Taufgottesdienstes zu sprechen.  
 

Die Formalitäten

Einige organisatorische Dinge sind für die Taufe ihres Kindes notwendig. Bitte füllen sie das Formular (im Downloadbereich) sorgfältig aus. Damit helfen sie uns, für spätere Nachfragen die Taufe richtig zu dokumentieren. 

1. Anmeldung der Taufe
Zur Anmeldung der Taufe füllen sie das Anmeldeformular aus dem Downloadbereich aus und senden es per Email oder Post an unser Gemeindebüro.

2. Dimissoriale heißt das Formular, das der Pfarrer aus dem Bezirk, in dem Sie wohnen, ausstellen muss, damit die Taufe außerhalb der Gemeindegrenzen ihrer Ortsgemeinde oder durch einen anderen Pfarrer stattfinden kann. Es muss in diesem Fall bis zur Taufe vorliegen und kann bei dem zuständigen Gemeindeamt oder dem Ortspfarrer beantragt werden.

3. Patenbescheinigung
Wenn die Taufpaten zu einer anderen als der Evangelischen Kirche gehören oder evangelisch sind, aber nicht im Bereich unserer Gemeinde wohnen, benötigen sie eine Patenbescheinigung , die ihnen im Gemeindebüro der Kirche am Wohnort ausgestellt wird.

Formulare im Downloadbereich hier. 
Wichtig: Zur Anmeldung von Taufe, Trauungen und zum Kircheneintritt reicht die Zusendung der Formulare nicht. Ein Vorgespräch mit dem zuständigen Gemeindepfarrer unbedingt erforderlich. 

 


Taufpaten und Taufpatinnen
Paten müssen nicht, sollten aber sein. Früher war das Patenamt eher ein Zeugenstand für fehlende Taufurkunden, heute hat sich die Auffassung des Patenamtes gewandelt. Paten und Patinnen sollen das Kind und die Eltern begleiten und in zukünftigen Zeiten Ratgeber sein können, Hilfestellungen bieten, wenn es Konflikte gibt, oder wenn Eltern erkranken oder sterben. Es können mehrere Taufpaten bestimmt werden. Bitte halten sie Rücksprache mit den Paten und vergewissern sie sich, dass diese Mitglied einer der anerkannten Kirchen und Freikirchen sind.Wichtig: Aus der Kirche ausgetretene Personen können nicht Paten sein.Wenn die Taufpaten zu einer anderen als der Evangelischen Kirche gehören oder evangelisch sind, aber nicht im Bereich unserer Gemeinde wohnen, benötigen sie eine Patenbescheinigung , die ihnen im Gemeindebüro der Kirche am Wohnort ausgestellt wird.

Fotografieren und Filmen
Bilder werden immer wichtiger in unserem Leben. Daher sind Aufnahmen vom Tauffest für viele von großer Bedeutung. Wir bitten sie aber dabei zu berücksichtigen, daß das Fest und der Gottesdienst durch Kameras auch gestört werden kann. Darum ist einen Absprache mit dem Pfarrer / der Pfarrerin notwendig.


 

 Worte zum Leben Taufsprüche :  Link zu Taufspruch.de