Evangelische Kirchengemeinde Düsseldorf-Mitte                                Evangelischer Kirchenkreis Düsseldorf

Kircheneintritt Fragen und Antworten


Wer kann Mitglied der Evangelischen Kirche werden?
Durch das Recht der freien Religionsausübung hat jeder und jede die Möglichkeit,   die Aufnahme in die Evangelische Kirche zu beantragen, sofern er nicht (mehr) Mitglied einer anderen Religionsgemeinschaft ist.
Beim Übertritt von einer in die andere Kirche muss die Bescheinigung des Austritts vorgelegt werden.
Voraussetzung für eine Aufnahme ist die Taufe.   Ist die Taufe in einer anderen Kirche schon erfolgt, wird sie in der Regel anerkannt, sofern die Kirche zu den anerkannten Kirchen des ACK gehört. Religionsunmündige getaufte Kinder unter 14 Jahren benötigen eine schriftliche Erklärung der Erziehungsberechtigten zum Aufnahmeantrag.
Über die Aufnahme kann in naher Zukunft jeder Pfarrer in der ev. Kirche in Deutschland entscheiden, zur Zeit ist dies in vielen Fällen noch nicht möglich und bleibt dem Ortspfarrer/der Ortspfarrerin und dem Presbyterium vorbehalten .

Welche Schritte muß ich für den Kircheneintritt unternehmen?
1) Zunächst wird ein Gespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin der Ortsgemeinde oder in der Kircheneintrittstelle geführt.
In diesem Gespräch wird in der Regel über die Motive des Eintritts oder Wiedereintritts gesprochen, hier können Vorbehalte und Fragen geklärt werden und der Pfarrer oder die Pfarrerin wird sich bemühen, einen Einblick in die Strukturen der Kirche und Besonderheiten der Kirchengemeinde zu geben. Hier können Fragen und Vorbehalte offen ausgesprochen werden.  Pfarrer sind an die seelsorgerliche Schweigepflicht gebunden. Vielleicht wird hier verabredet, über Fragen des Glaubens, der Kirchenpolitik oder dem Engagement in der Gemeinde im Gespräch zu bleiben.
Daraufhin kann der Aufnahmeantrag ausgefüllt werden.   

2) Wird der Aufnahmeantrag in einer Kircheneintrittsstelle gestellt, so wird ein Kontakt zur jeweiligen Wohnortgemeinde angeboten.  
Ist der von den Antragstellern und dem Pfarrer unterschriebene Antrag in der Wohnsitzkirchengemeinde eingetroffen, gilt die Aufnahme, sofern nicht andere Beschlüsse in der Wohnsitzkirchengemeinde diesem entgegenstehen. 

3)  Von Pfarrerin oder Pfarrer wird angeboten, die Aufnahme in einem Gottesdienst oder in Anwesenheit von zwei Presbytern nach einem in der Gottesdienstordnung vorgeschlagenen Aufnahmeritus mit einer Segenszusage zu feiern.  Dabei verpflichtet sich der bzw. die Aufzunehmende , am Gemeindeleben und den Gottesdiensten teilzunehmen,  und stellt sich zustimmend zu den Bekenntnisgrundlagen der evangelischen Kirche: der Heiligen Schrift, den Glaubensbekenntnissen, den reformatorischen Texten und der Bekenntnisschrift "Barmer Theologische Erklärung", die in der Erfahrung der Kirche mit dem Nationalsozialismus entstanden ist.  Die Entstehung  mancher Bekenntnisschriften liegt zum Teil weit in der Geschichte zurück. Sie haben aber für die Gemeinden manchmal auch durch die lokale Geschichte große Bedeutung. Solche Bezüge können im Gespräch mit den Ortspfarrern entdeckt werden. 

Welche Formalitäten müssen erledigt werden?
Der Aufnahmeantrag kann im Pfarramt angefordert werden und wird im Anschluss an das Gespräch mit einem Pfarrer unterschrieben. Taufurkunde und Konfirmationsurkunde bzw. Austrittsbescheinigung sollten gegebenenfalls zu dem Gespräch mitgebracht werden.
Sind diese nicht vorhanden bzw. auffindbar, können sie durch eine Eidesstattliche Erklärung ersetzt werden. 

Welche Rechte und Pflichten entstehen für mich durch den Eintritt?
Wer als getaufter Christ aufgenommen worden ist, hat das Recht, am Abendmahl teilzunehmen, und darf das Patenamt ausüben. Er/Sie hat, sofern älter als 16 Jahre, das Recht , an der Gemeindeversammlung teilzunehmen und hat mit Stimmrecht bei der Presbyterwahl. Religionsunmündige getaufte Kinder unter 14  Jahren erwerben diese Rechte durch die Konfirmation, sofern sie nicht durch die Firmung oder einen ähnlichen Unterricht gegangen sind.
Neben der Beteiligung am Gemeindeleben wird der/die in die Evangelische Kirche aufgenommene Christ/in durch den Kirchensteuerbeitrag an den finanziellen Kosten der kirchlichen Arbeit beteiligt, sofern er/sie ein lohnsteuerpflichtiges Einkommen hat.

Welche Kostenkommen auf mich zu?
Für die Aufnahme entstehen keine Kosten.
Durch die Aufnahme wir jede/r Lohnsteuerpflichtige an der Finanzierung der kirchlichen Arbeit mit der  Kirchensteuer beteiligt. 

Kirchensteuer
Mit der Kirchensteuer finanzieren sich die großen Kirchen in der Bundesrepublik. Sie können selbst Steuern von ihren Mitgliedern erheben, denn sie sind Körperschaften öffentlichen Rechts.
Daher gilt: Wer Mitglied der Kirche ist und verdient, wird, wenn er/sie Lohnsteuerpflichtig ist, automatisch mit Kirchensteuer belastet.
Die Kirchensteuer wird aus Kostengründen und um das Verfahren einfach zu halten, über das Finanzamt abgerechnet. Für die Abrechnung zahlt die Kirche Gebühren an das Finanzamt. Vom Finanzamt werden die Kirchensteuern an eine kirchliche Clearingstelle überwiesen, die die gerechte Verteilung der Kirchensteuern auf die Gemeinden übernimmt. Die Kirchensteuer beträgt zur Zeit etwa 9 % der Lohnsteuer. Unterhalb bestimmter Einkommensgrenzen (meist oberhalb der  Höhe des Sozialhilfesatzes) muß Kirchensteuer nicht abgeführt werden. Alle, die keine Lohnsteuer zahlen, zahlen daher auch keine Kirchensteuer (Kinder, Studenten, Rentner, Arbeitslose). Oberhalb bestimmter Einkommensgrenzen kann eine Kappung der Kirchensteuer beantragt werden. Hinweise dafür gibt die Finanzabteilung des Kirchenkreises.

Was geschieht mit der Kirchensteuer?
(am Beispiel der Evangelischen Kirche im Rheinland)
Die Kirchensteuer wird über das Finanzamt an die Landeskirchen überwiesen. Bevor die Gemeinde ihre Kirchensteuer bekommt, werden Umlagen abgezogen, mit denen Landeskirchliche Aufgaben und Kreiskirchliche Aufgaben finanziert werden: Die Pfarrgehälter, theologische Ausbildungszentren,  Ämter, Akademien, Diakonische Werke, Universitäten, Kirchliche Rechenzentren, aber auch Kosten für entwicklungspolitische Projekte, Schulen, Internate und Hilfswerke. Dort wird sie in einem Umlageverfahren an die Kirchengemeinde weitergegeben. Jede Kirchengemeinde erhält einen Pro-Kopf-Betrag pro Kirchenmitglied und kann über diese Mittel frei verfügen.
Daraus werden die Haupt- und nebenamtlichen Kräfte finanziert (Arbeitsplätze für Gemeindehelfer, Küster, Musiker, Pädagogen) Die Kirchengemeinde bezahlt damit anteilig auch Kindertagesstätten 27% und Offene Jugendeinrichtungen 10% .
Auf der Sachkostenebene werden Gemeinderäume und Kirchengebäude instand gehalten und die laufenden Sachkosten für die Arbeit der Kirchengemeinde bezahlt. Dazu gehören Blumenschmuck in der Kirche, Verteilschriften, Porto, Telefon, laufende Kosten für Strom Heizung, etc. .

Kann ich , in der Vergangenheit aus der ev. Kirche ausgetreten,  wieder eintreten?
Ein Wiedereintritt ist möglich. In dem Gespräch mit dem/der Pfarrer/in werden die Motive angesprochen. 

Kann ich die Aufnahme in eine Gemeinde beantragen, auch wenn ich an anderer Stelle wohne?
Es besteht die Möglichkeit,  nach einer Aufnahme in der Gemeinde des Wohnsitzes die Gemeindezugehörigkeit zu einer anderen Gemeinde zu beantragen.
Dies gilt nur für besondere Fälle, z.B. bei einer hauptamtliche Tätigkeit in der anderen Gemeinde, oder wenn ein kirchliches Amt ausgeübt wird. Es wird diskutiert, diese Regelung zu liberalisieren und die Gemeindezugehörigkeit flexibler zu handhaben.




Kirchenaustritt

Welche Schritte muß ich für den Kirchenaustritt unternehmen?
Bislang reicht es, beim Amtsgericht am Wohnort persönlich zu erscheinen und ein Antragsformular auszufüllen. Dazu ist die Vorlage des Personalausweises nötig.

Welche Konsequenzen hat der Austritt für mich?
Der Austritt bedeutet formell gesehen den Verlust der Mitbestimmungsrechte im Gemeindeleben und des Anspruches auf Dienste der Kirche (Hausbesuche, Gemeindezeitung). Die Möglichkeit, Taufpate zu sein, eine evangelische Trauung oder Beerdigung feiern zu können, besteht nicht mehr. Eine bevorzugte Behandlung bei kirchlichen Schulen, Kindergärten und Altenheimen sowie die berufliche Einstellung durch evangelische Träger gehen mit dem Austritt verloren. 

Welche Konsequenzen hat der Austritt für die Kirche?
Die Ortsgemeinde verliert damit ein Mitglied - und das auf allen Ebenen: menschliche Gemeinschaft geht verloren, die Vielfalt auch kritischer Stimmen wird ärmer, die Möglichkeiten sozialen Engagements verlieren ihre Basis, das Netzwerk der nachbarschaftlichen Verbindlichkeit wird dünner.
Schließlich ist ein Austritt für die Ortsgemeinde auch ein Verlust auf finanzieller Ebene. Mit jedem Austrit wird der für die Kirchensteuerzuweisung angerechnete Zuschuss kleiner. Damit geraten Arbeitsplätze  und Arbeitsfelder in Gefahr in Gefahr .

Am Beispiel der Kirchengemeinde  Düsseldorf-Mitte
  ist die Entwicklung für viele Kirchengemeinden zu erkennen. Durch Kirchenaustritte mussten in den letzten fünf  Jahren 50 % aller Personalstellen auf allen Ebenen vom Küster bis zur Pfarrstelle gestrichen werden, wichtige Arbeitsgebiete wie die Jugendarbeit oder die Seniorenarbeit können nicht mehr professionell betreut werden. Ganze Arbeitsgebiete - z. B. der Seniorenentlastungsdienst durch Zivildienstleistende und die Kirchenmusik - werden aus Einzelspenden und Kollekten finanziert, langfristige Arbeitsverträge kommen so nicht mehr zustande. Kommunale Aufgaben wie die Unterhaltung von Kindertagesstätten sind langfristig nicht mehr im gleichen umfang zu leisten. 


Welche Kosten kommen auf mich zu?
Beim Austritt entstehen wie beim Eintritt keine Kosten von kirchlicher Seite.
Möglicherweise gibt es Bearbeitungskosten beim Amtsgericht.

 

Sterbebegleitung, Trauerfeier und Beerdigung
Fragen und Antworten


Welche Möglichkeiten bieten Gemeinden und deren Mitarbeiter, um Menschen beim Sterben zu begleiten?
Die Wege des Sterbens sind so vielfältig wie Menschen selbst. Zwischen tragischem Tod in der Kindheit und einem ruhigen Tod im Alter liegen viele Möglichkeiten. Sterben, Abschiednehmen und Trauern ist ein Weg, auf dem die Sterbenden und die Angehörigen Begleitung brauchen.
Hier bieten die Kirchengemeinden eine Reihe von Hilfestellungen an. In vielen Kirchengemeinde gibt es Entlastungs- und Pflegedienste, die Kranke und Sterbende und ihre Familien durch Pflegekräfte und Zivilsdienstleistende unterstützen.
Es gibt in manchen Krankenhäusern auch Hospizbereiche, in denen der Weg des Sterbens durch intensive Begleitung, wenn nötig durch Schmerztherapien erleichtert wird, in denen aber vor allem die Angehörigen die Möglichkeit haben, den Sterbenden Menschen besser zu begleiten, als es im Betrieb des Krankenhauses oder zuhause manchmal möglich ist. In Krankenhäuser und Hospizen stehen Pfarrer und Pfarrerinnen als Seelsorger zur Verfügung. Die Gemeindepfarrer sind selbstverständlich bereit, Sterbende im Krankenhaus oder zuhause zu besuchen.

 


Was kann ein Pfarrer /eine Pfarrerin für Sterbende und ihre Angehörigen tun?
Manchmal ergeben sich im Sterben sehr intensive Gespräche mit den Angehörigen, manchmal machen Sterbende die Erfahrung, daß sie ihr Leben bilanzieren möchten, altes und unbewältigtes noch bewältigen möchten. Manchmal möchten sie ein Ritual, das sie zum Loslassen und zum Sterben ermutigt , oft ist einfach Nähe und Trost ganz besonders wichtig.  Die Pfarrer und Pfarrerinnen der evangelischen Kirche haben eine Ausbildung in der Seelsorge und bieten Wegbegleitung an. Am Sterbebett können Gespräche geführt, Erinnerungen ausgetauscht, Lieder gesungen, Gebete gesprochen werden. Die Pfarrer reichen , wenn das gewünscht oder mit den Angehörigen abgesprochen ist, das Abendmahl und feiern einen Gottesdienst am Sterbebett
In Unglücksfällen sind in einigen Städten Pfarrer und Pfarrerinnen als Notfallseelsorger schon am Unfallort und begleiten die Angehörigen, damit sie in Schock und Schmerz nicht allein sind, durch die ersten Stunden.

 


Ein Mensch muß sterben - wie soll ich mit der Wahrheit umgehen?
Oft verschlechtert sich die Lage eines sterbend Menschen Schritt für Schritt und die Einsicht in den unausweichlichen Tod ist für alle Beteiligten, den Sterbenden, die Angehörigen und Ärzte sehr schwer zu verarbeiten.
Dabei fällt es den Angehörigen oft sehr schwer, herauszufinden, wann einem Schwerkranken noch Hoffnung gemacht werden kann und wann es für ein gelungenes Sterben hilfreich ist,   offen über den Abschied sprechen zu können.  Manchmal gelingt es Sterbenden , aus der Einsicht in die Notwendigkeit des Sterbens große Energien zu ziehen und den Abschied von den Angehörigen  wirklich aktiv zu gestalten, manchmal auch nicht. Hier ist vorsichtig herausfinden, wie weit der Sterbende Mensch selbst Wahrheit und Offenheit zuläßt. Unaufrichtigkeit und Sprachlosigkeit sind  für alle Beteiligten in der Regel auf lange Zeit viel schwerer zu ertragen als offene Tränen und Traurigkeit.


Was kann geschehen, wenn ein Mensch im Krankenhaus stirbt?
Sterben wird sehr erleichtert, wenn es gelingt, in Absprache mit dem Klinikpersonal einen Sterbenden möglichst intensiv zu begleiten, ihn nicht allein zu lassen - solange er nicht allein sein will - und eine ruhige und angenehme Atmosphäre zu schaffen. Es kann das Sterben erleichtern, wenn jemand da ist, etwas erzählt oder erinnert, die Hand hält, darauf achtet, daß der Sterbende etwas zu trinken bekommt oder seine Lage verändern kann. Bei all diesen  Fragen kommt es auf die Bereitschaft an, den Sterbenden zu beobachten und seine Wünsche und Bedürfnisse zu achten. In manchen Gemeinde gibt es die Einrichtung der ehrenamtlichen Sterbebegleitung. Hier sind Menschen, die ehrenamtliche Nachtwachen und Sterbebegleitung anbieten und viel Erfahrung und Einfühlsamkeit mitbringen.


Welche Möglichkeiten gibt es, zu hause Abschied zu nehmen?
In den eigenen vier Wänden fühlen sich Sterbende oft viel geborgener und aufgehobener als im Krankenhaus. Darum ist es die Überlegung wert, ob es medizinisch und pflegerisch möglich ist, dass ein Mensch zuhause sterben kann. Pflegedienste bieten entsprechende Hilfsmittel und Hilfestellungen, es kommt aber auch auf Kraft und Bereitschaft der Angehörigen an, ob es gelingt, das sterben zuhause für einen Menschen möglich zu machen. Sterben zuhause bedeutet für die Angehörigen auch die Bereitschaft, Tag und Nacht zur Stelle zu sein. In dieser Nähe liegt eine große Chance, aber auch eine große Last. Gut ist es wenn mehrere Personen sich hier beteiligen können.


Der Todesfall - Was ist zu tun?
Zunächst muß ein Arzt gerufen werden, der den Tod eines Menschen feststellen kann. Ist die Todesursache unklar muß der Arzt die Polizei benachrichtigen und diese muß sicherstellen, daß es sich bei der Tod nicht um die Folge einer Straftat handelt. Solange dürfen die Angehörigen den Ort, an dem die Leiche ist, nicht betreten oder verändern.
Ist die Leiche durch den Arzt oder die Polizei freigegeben, kann der Bestatter die Leiche übernehmen. Hier ist zu entscheiden, ob der Verstorbene zuhause aufgebahrt bleiben kann oder in die Leichenhalle des Bestattungsinstitutes transportiert wird.
Einer Aufbahrung stehen im Normalfall keine Vorschriften im Wege


Welche Fragen sind mit dem Bestattungsinstitut , welche mit der Kirchengemeinde zu besprechen?
Im Gespräch mit dem Bestatter ist zu klären, welche Bestattungsform gewählt werden soll. Hier sind die Traditionen und Möglichkeiten regional verschieden. Der Bestatter übernimmt die Terminabsprache mit dem Friedhofsamt, bei einer Einäscherung auch mit dem Krematorium. Mit dem Beerdigungsinstitut wird das Grab, der Sarg, die Traueranzeige und die Trauerpost ausgewählt. Da die Kosten für Bestattungen erheblich sind, ist es sinnvoll, verschiedene Kostenvoranschläge einzuholen. der Bestatter regelt die Formalitäten mit dem Einwohnermeldeamt (Sterbeurkunde) und berät im Umgang mit Versicherungen, Verträgen und Testamenten des Verstorbenen. 
Mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin der Kirchengemeinde wird der Ablauf der Trauerfeier und Beerdigung besprochen. Hierbei kann es um die Auswahl von Texten und Lesungen, um die musikalische Seite der Trauerfeier in Liedern und Instrumentalmusik gehen. Wichtig ist es, dem Pfarrer die Möglichkeit zu geben, sich in die Lage der Angehörigen, in das Sterbegeschehen und in die Person des Verstorbenen einfühlen zu können, damit die Trauerfeier auch persönlich gestaltet werden kann.


Welche Form der Bestattung soll gewählt werden?
Bei der Überlegung, welche Form der Bestattung gewählt wird, sollten nicht allein finanzielle Erwägungen oder praktische Fragen um die Grabpflege eine Rolle spielen, sondern auch die Frage, welche Form der Bestattung dem Abschiednehmen und trauern hilft.
Neben der allgemein üblichen Erdbestattung des Sarges in einem Grab hat sich in den vergangenen Jahrzehnten die Einäscherung mit Urnenbeisetzung etabliert. Für viele Menschen ist diese Möglichkeit der Bestattung auf einen Trauerweg eher hinderlich, da die Urne beim Grabgang als etwas fremdes empfunden wird.
Als neuer Trend gilt die anonyme Beisetzung, das heißt die Beisetzung auf einem anonymen Gräberfeld. Hier zeigt die Erfahrung, dass viele Angehörige mit dieser Form in ihrer Trauer nicht zurecht kommen und auf eine nachträgliche Umbettung in ein gemietetes Grab hinwirken. Das ist aber durch die Friedhofssatzung oft nicht möglich.
In einigen Städten gibt es Friedhöfe, auf denen eine Grabpflege der Gräber nicht Bedingung ist (Grabstätte ohne Verpflichtung) und neuere Bestattungsformen (z.B. in Friedwäldern). 


Wo soll die Trauerfeier stattfinden?
Wenn der Verstorbene eine enge Beziehung zur Kirchengemeinde hatte, sollte über eine Trauerfeier in der Kirche nachgedacht werden. Trauerfeiern auf den Friedhöfen haben in der Regel in größeren Städten einen engen Zeitrahmen (15-20 Minuten) und kosten Gebühren. Es gibt Bestatter, die über eigene Trauerhallen verfügen.


Wie sieht eine Trauerfeier aus?
je nach der Situation auf dem Friedhof und er gewählten Bestattungsform wird die Trauerfeier einen anderen Ablauf haben.
Bei einer Erdbestattung mit einem Sarg kann die Trauerfeier in der Kirche oder der Friedhofskapelle nach folgenden Beispiel ablaufen:

Orgelvorspiel (Instrumentalmusik)
Eingangswort
Lied
Biblische Lesung
Lied
Predigt oder Ansprache
Lied oder Instrumentalmusik
(Möglichkeit zu Ansprachen von Angehörigen)
Gebet
Segen
Orgelnachspiel und Auszug zum Grab

Bei einer Trauerfeier zur Einäscherung werden sich die Trauernden in der Trauerfeier am Sarg verabschieden können.
Am Grab wird nach dem Absenken des Sarges oder der Urne in einem kleinen Ritus des Vater unser und der Segen gesprochen. Dann ist Gelegenheit für die Trauernden, persönlich am Grab Abschied zu nehmen. Oft werden Blumen oder mit einer Schaufel Erde in das Grab geworfen.


Welche Musik macht in der Trauerfeier Sinn?
Musik kann Traurigkeit und Zuversicht, Verzweiflung und Erlösung zum Ausdruck bringen. Die Trauerfeier ist als Gottesdienst in der Regel in Orgelvor- und Nachspiel eingebunden.  Aber der Einsatz von anderen Instrumenten ist selbstverständlich möglich. Sehr schön ist es,  wenn Angehörige oder Freunde sich an der musikalischen Ausgestaltung beteiligen.
Auch dem musikalischen Rahmen sind hier keinen Grenzen gesetzt. Im Bereich von Klassik, Kirchenmusik, Pop und Jazz gibt es viele angemessene Stücke, insbesondere dann, wenn sie dem Verstorbenen lieb war. Problematisch ist allerdings das Abspielen von Musikkonserven, da hier eine Verfremdung der Situation stattfindet, die genau überlegt werden sollte.
Wichtig ist die Frage, ob die Stücke thematisch passen.  Oft sind die Orgeln in den Friedhofskapelle auch nur bedingt für anspruchsvollere Stücke brauchbar.

In der christlichen Tradition gibt es sehr viele alte und wenige neue Trauerlieder.
Es ist überlegenswert, ob bewußt Lieder , die in der Ökumene bekannt sind, ausgesucht werden sollen, moderne oder alte, je nach Singvermögen und Traditionsbewußtsein der Trauergäste.

Hier eine Auswahl:
Auf meinen lieben Gott
99 EG Christ ist erstanden (Ostern, Auferstehung)
361 EG Befiehl du deine Wege  (ökumen.)
Brich herein, süßer Schein
Die Herrlichkeit der Erden
16 EG Die Nacht ist vorgedrungen (Adventszeit)
Ich weiß, woran ich glaube
Laß mich dein sein und bleiben
529 EG Ich bin ein Gast auf Erden (bekannt, ökumen.)
Weiß ich den Weg auch nicht
In dich hab ich gehofft
Ich steh in meines Herren Hand
398 EG In dir ist Freude in allem Leide (bekannt)
Jesus ist kommen, Grund ewiger Freude
Jesus lebt, mit ihm auch ich
396 EG Jesu, meine Freude (bekannt)
Jerusalem, du hochgebaute Stadt
Jesus, meine Zuversicht
Komm, o komm, du Geist des Lebens
Mit Ernst, o Menschenkinder
Meinen Jesus laß ich nicht
Nun bitten wir den Heiligen Geist
Wer weiß, wie nahe mir mein Ende
Machs mit mir, Gott nach deiner Güt
o Tod, wo ist dein Stachel nun
Stern auf den ich schaue
376 EG So nimm denn meine Hände (bekannt, ökumen)
Stark ist meines Jesu Hand
Sollt ich meinem Gott nicht singen
Mitten wir im Leben sind
Valet will ich dir geben
Wachet auf, ruft uns die Stimme
Warum sollt ich mich denn grämen
372 EG Was Gott tut, das ist wohlgetan  (bekannt)
Wenn mein Stündlein vorhanden ist
Was mein Gott will, das geschah allzeit
Wenn wir in höchsten Nöten sein
Wer kann dich, Herr verstehen
369 EGWer nur den lieben Gott läßt walten (bekannt. ökumen)
o Welt, ich muß dich lassen
Wie soll ich dich empfangen

moderne Lieder:
652 EG Von guten Mächten wunderbar geborgen (Text: Dietrich Bonhoeffer)
534 Herr lehre uns , daß wir sterben müssen


Sollen Kinder an der Trauerfeier teilnehmen?
Kinder haben ein großes Gespür für Stimmungen und Gefühle. Ihnen entgeht nicht, ob Eltern oder Verwandte traurig sind.  Auch sie machen Trauerprozesse durch, müssen loslassen lernen und brauchen Begleitung, sofern schon alt genug, das Gespräch um den Tod. Kinder bauen wie Erwachsene an ihrem Bild vom Leben und vom Sterben. Es ist daher sehr wichtig, daß sie von dem Abschiedsweg nicht ferngehalten werden.
Wenn die Kinder stark betroffen sind, hilft ihnen, etwas von sich selbst abgeben zu können, ein Geschenk ins Grab zu geben, ein Bild zum Abschied oder einen Brief. Es wäre wichtig, daß der Gemeindepfarrer von dem Abschied von Kindern weiß, damit er ein einer kindgerechten Sprache sprechen kann.


Kann ein Mensch , der nicht der Kirche angehörte, mit einer evangelischen Trauerfeier beerdigt werden?
Ausnahmsweise, wenn keine eindeutige Ablehnung durch den Verstorbenen bekannt ist und die evangelischen Angehörigen es wünschen, ja.



Welche Kosten kommen für eine Beerdigung von kirchlicher Seite auf die Angehörigen zu?
Von kirchlicher Seite für die Trauerfeier in der Regel keine, wenn der verstorbene zur gemeinde gehört hat - eventuell Fahrtkosten für den Gemeindepfarrer oder, wenn es sich um einen evangelischen Friedhof handelt, entsprechende Gebühren für Grab und Trauerhalle.

Trauung       

Wir freuen uns, wenn Sie in den unterschiedlichen Formen ehe- und lebenspartnerschaftlicher Vereinbarungen standesamtlich heiraten; und sich damit füreinander und öffentlich verbindlich und verlässlich machen - und feiern diesen Anlaß gerne mit Ihnen in einem festlichen Trau- oder Segensgottesdienst in unseren Kirchen!


Bitte sprechen Sie mögliche Termine frühzeitig mit den Ortspfarrern ab:   
Wer ist für uns zuständig? (Bitte hier klicken)


Bitte senden sie uns wenn möglich ihr Anliegen per Email, dann können wir Ihnen verlässlich Auskunft über Terminkalender, Anmeldeverfahren und organsiatorische Aspekte geben!

Für Gemeindemitglieder aus dem Gemeindegebiet ist das bis zu einem gewissen Rahmen kostenlos, für Auswärtige erheben wir Nutzungsgebühren - siehe auch unser Merkblatt im Formularsatz 

Seit Januar 2016 gilt in der Evangelischen Kirche im Rheinland: "Die Trauung ist ein Gottesdienst anlässlich der Eheschließung oder der Begründung einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, in dem die eheliche Gemeinschaft oder die Gemeinschaft der Lebenspartnerinnen oder Lebenspartner unter Gottes Wort und Segen gestellt wird. Dabei bekennen die Eheleute, die Lebenspartnerinnen oder die Lebenspartner, dass sie einander aus Gottes Hand annehmen, und versprechen, ihr Leben lang in Treue beieinander zu bleiben und sich gegenseitig immer wieder zu vergeben."       

Eigentlich ist es nach evangelischem Verständnis schon das zweite Ja, denn das erste ist schon vor dem Standesbeamten gesprochen worden und die Ehe bzw Lebenspartnerschaft  ist damit ohne Einschränkung auch vor Gott voll gültig.
Das zweite Ja in der Kirche ist so etwas wie eine doppelte Verabredung an einem bedeutungsvollen Ort: Die Bitte um die Segenskraft Gottes, um die Kraft des Vertrauens, das Menschen zusammenbindet geschieht in der Gemeinde, in der Öffentlichkeit Gottes und der Öffentlichkeit der Kirchengemeinde.
Gott will in Männern und Frauen Verbündete, die sich einlassen auf Gerechtigkeit und Liebe in ihrer Ehe und sich verlassen können auf die Treue und Vergebungsbereitschaft des Partners. Gottes Segen begleitet kritisch, ermutigend, tröstend - lebenslang. Die Gemeinde der Freunde, Verwandten und die Kirchengemeinde wird ermutig, auf die Lebensgemeinschaft zu achten und sie zu begleiten.
Die Trauung in der Kirche ist , auch wenn nur ein Teil des gesamten Hochzeitsfestes, ein öffentliches Ereignis mit den Trauzeugen und der Gemeinde. Sie wird als ein Gottesdienst der Kirchengemeinde gefeiert. Im Vorgespräch mit dem zuständigen Pfarrer oder der Pfarrerin wird neben inhaltlichen Fragen auch der Ablauf besprochen. 


Wo kann die Trauung stattfinden ?
Die Trauung ist ein Gottesdienst anläßlich der Eheschließung und eingetragenen Lebenspartnerschaft. Sie kann in der Kirchengemeinde stattfinden, in der einer der Partner wohnt, oder in der Gemeinde der Eltern oder am zukünftigen Wohnort.


Wer kann sich in der Evangelischen Kirche kirchlich trauen lassen?
Mindestens einer der Ehe- und Lebenspartner muß evangelisch sein. Ist der andere Ehepartner in keiner der anerkannten christlichen Kirchen, so muß im Vorgespräch deutlich werden, daß der nichtchristliche Ehe- und Lebenspartner das christliche Verständnis der Ehe achtet.
Ist einer der Ehepartner katholisch, so kann eine Ökumenische Trauung gefeiert werden, die entweder in einer katholischen Kirchen in Anwesenheit des evangelischen Geistlichen vom katholischen Pfarrer gehalten wird oder umgekehrt. In beiden Fällen wird die Trauung oft nach einer von den Kirchen abgesprochenen Liturgie gehalten. 


Was ist zu noch zu beachten ?
Die Trauung ist ein emotional sehr aufgeladenes Ritual, in jede Bewegung, jede Geste Bedeutung hat, auch wenn das nicht immer bewußt ist und manche Bedeutungen auch sehr fragwürdig sind.
Wie kommt das Ehepaar in die Kirche? Muß wie in alten Zeiten die Braut dem Bräutigam zugeführt werden? Will eine Kleiderordnung eingehalten sein? Wo nimmt das Hochzeitspaar Platz? Werden die Ringe getauscht, wenn sie schon im Standesamt getauscht wurden? Wer gibt wem wann den Brautstrauß und und und... 
In der Kirche sind die gesellschaftlichen Konventionen vieler Hochzeitsrituale kein Muß, aber sie sollten bewußt sein, um Irritationen für Gäste und Familienmitglieder zu vermeiden.  Rituale legen Rollen fest und formulieren Erwartungen, das gilt nicht nur für das Hochzeitspaar, auch für die Verwandtschaft und die Eltern, manchmal auch eigene Kinder.  Es tut gut, darin einen Platz, eine Aufgabe zu haben.  Es ist ratsam, auch diese Details in einem Vorgespräch mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin zu klären. 


 Wie sieht ein Trauungsgottesdienst aus?
Der Ablauf kann von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein und ist eine Frage, die im Vorgespräch mit Pfarrer und Pfarrerin zu besprechen ist.

Hier ein Beispiel:

Musik zum Eingang
Einzug in die Kirche
Begrüßung / Psalm 
Lied
Lesung  / Gebet 
Musik / Lied
Predigt zum Trauspruch
Musik/ Lied
Traulesung
Trauversprechen der Ehepartner 
Ringübergabe
Segensgebet
Segnung der Ehepartner / Trauspruch
Lied /Musik
Fürbittengebet für das Ehepaar und die Familie
Vater Unser 
Segen 
Musik zum Auszug 

Wichtig ist die sorgfältige Besprechung des Trauritus. Alle Texte können mit Pfarrer oder Pfarrerin abgesprochen werden. Im Gottesdienst wird dem Ehepaar der Trauspruch aus der Bibel oft als Segensspruch gesagt, der dann auch in der Trauurkunde erscheint.


Musik im Gottesdienst
All das sollte in einem musikalisch passenden Rahmen eingebettet sein, meist kann man sich dazu mit dem Kirchenmusiker in verbindung setzen, er wird Vorschläge machen können oder Wünsche in sein Programm einbetten. Für musikalische Beiträge, die über Eingangs- und Ausgangsmusik und Liedbegleitung hinausgehen, können Kosten entstehen.
Lieder helfen, damit die  Gottesdienstbesucher aktiv beteiligt sind .
Dazu gibt es sehr schöne alte und neue Traulieder im evangelischen Kirchengesangbuch (EG), die auch in der Ökumene bekannt sind.  

Beispiele:

302 Du meine Seele singe
432 Gott gab uns Atem
427 Solang es Menschen gibt auf Erden
240 Du hast uns Herr in dir verbunden
571 Unser Leben sei ein Fest
321 Nun danket alle Gott
317 Lobe den Herren
380 Ja ich will euch tragen
331 Großer Gott wir loben dich
601 Gott wir preisen deinen Wunder (rheinische Ausgabe)
170 Komm Herr segne uns


 Wie melde ich eine Trauung an?
Sie können die Trauung im Gemeindebüro oder direkt bei dem Pfarrer/ der Pfarrerin anmelden. Zur Vorbereitung der Trauung wird mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin möglichst einige Wochen vorher ein Taufgespräch vereinbart, in dem Gelegenheit ist, über inhaltliche Dinge und den Ablauf des Taufgottesdienstes zu sprechen.

 Nicht nur Formsache
Zur Trauung werden, wenn die Ehe- und lebenspartner nicht in der Gemeinde wohnen, eine Befreiungsbescheinigung (Dimissoriale) der Wohnsitzgemeinde benötigt. 
Ein Formular zur Anmeldung einer Trauung (zu finden im Downloadbereich) muß ausgefüllt werden.
Damit helfen sie uns, für spätere Nachfragen die Trauung richtig zu dokumentieren. Bitte an das Gemeindebüro senden (Per Email oder Post) 


 Trauzeugen müssen nicht, können aber sein. Aus der Perspektive eines Hochzeitspaares kann das Amt des Trauzeugen heute ein Mandat für gute Wegbegleitung und Ratgeberschaft sein. 


 Fotografieren und Filmen
Bilder werden immer wichtiger in unserem Leben. Daher sind Aufnahmen von der Trauung für viele von großer Bedeutung. Wir bitten Sie dabei aber zu berücksichtigen, dass das Kameras und Fotographen alle Beteiligten ablenken und stören können und bitten Sie, die Möglichkeiten vorab mit dem Pfarrer bzw. der Pfarrerin abzusprechen. 


 Traufragen
In der Trauung geht es um die Segensbitte, um die Bitte um die Begleitende Kraft des Segens. Daher kommt der Wendung ... mit Gottes Hilfe besondere Bedeutung zu
Alle diese Formulierungen können von dem Liturgen oder der Liturgin gefragt werden oder aber aktiv selbst vom Ehepaar gesprochen werden.

Traufragen: Liebe N.N, wollen Sie N.N.als Ihre/n Ihnen von Gott anvertraute/n Ehefrau / Ehemann lieben und ehren, Freude und Leid mit ihr/ihm teilen, und die Ehe mit ihr/ihm im Vertrauen auf Gottes Liebe führen, bis der Tod sie scheidet? Dann antworten sie bitte: Ja mit Gottes Hilfe.

Oder:
N.N wollen Sie, N.N.als Ihre/n Ihnen von Gott anvertraute/n Ehefrau/Ehemann annehmen, sie/ihn lieben und ehren, in Freude und Leid nicht verlassen, und den Bund der Ehe mit ihr/ihm im Vertrauen auf Gottes Liebe halten, bis der Tod sie scheidet? Dann antworten sie bitte: Ja mit Gottes Hilfe.

Oder:
Wollen sie ihre Frau /ihren Mann lieben und achten und ihr/ihm die Treue halten alle Tage ihres Lebens, dann antworten sie: Ja, ich will mit Gottes Hilfe

 Oder: (für Menschen, die schon längere Zeit zusammenleben)
Ich schaue dankbar auf einen langen Weg mit Dir und möchte an deiner Seite in neue Zeiten gehen - bis der Tod uns scheidet mit Gottes Hilfe
Ich schaue dankbar auf eine gemeinsame Zeit mit Dir. Ich will treu mit Dir weitergehen in neue Aufgaben und Abschnitte unseres Lebens, mit Gelassenheit, Mut und Freude, die uns verbinden - bis der Tod uns scheidet - mit Gottes Hilfe

Oder: 

Der Bräutigam spricht:
Liebe . . .,
ich nehme dich als meine Frau aus Gottes Hand.
Ich verspreche dir, dich zu lieben
und zu dir zu stehen im Bund unserer Ehe,
von diesem Tag an in guten und schweren Zeiten,
in Krankheit und Gesundheit,
in Reichtum und Armut,
in Freude und in Sorgen,
solange wir beide leben.

Die Braut spricht:
Lieber . . .,
ich nehme dich als meinen Mann aus Gottes Hand.
Ich verspreche dir, dich zu lieben
und zu dir zu stehen im Bund unserer Ehe,
von diesem Tag an in guten und schweren Zeiten,
in Krankheit und Gesundheit,
in Reichtum und Armut,
in Freude und in Sorgen,
solange wir beide leben. 


Trausprüche
sind Worte des Lebens, sie können eine Partnerschaft, gegenseitige Ermutigung auf dem Weg, sind ein Segenswunsch, eine Erinnerung an eine getroffene Verabredung und vieles mehr.

Link zu www.trauspruch.de 


 

Wir freuen uns, wenn Erwachsene oder Kinder getauft und damit in die Gemeinde aufgenommen werden und feiern das mit Ihnen gerne in einem festlichen Taufgottesdienst.  


Bitte sprechen Sie mögliche Termine frühzeitig mit den Ortspfarrern ab:

Für die Kreuzkirche:

Pfarrerin Brigitte Brühn
Klever Straße 75
Telefon: +49 211 9482731
E-Mail: brigitte.bruehn@ekir.de

Pfarrer Stephan Scharf 
Ehrenstraße
Tel. +49 15162604804
stephan.scharf@ekir.de

Für die Neanderkirche:

Pfarrerin Antje Brunotte                 
Südstraße 4, 40213 Düsseldorf
Telefon: +49 211 38732130
E-Mail: brunotte@neanderkirche.de

Pfarrer Dirk Holthaus
Wagnerstraße 11
Telefon: +49 211 357783
E-Mail: holthaus@neanderkirche.de


Für Gemeindemitglieder aus dem Gemeindegebiet ist das bis zu einem gewissen Rahmen kostenlos, für Auswärtige erheben wir Nutzungsgebühren - siehe auch unser Merkblatt im Downloadbereich ..  

Taufe Fragen und Antworten
Grundsätzliche Fragen: 


Wozu Taufe?
Aufnahme in die Kirche - Familienfeier - Gottesdienst als Fest des Lebens
Ursprünglich - in der frühen Kirche - wurden Erwachsene auf den Namen Christi getauft (Matthäus 28) und stellten sich damit bewusst in die Reihe der Christen. Das war ein - manchmal nicht ungefährliches - öffentliches Bekenntnis zu einem von Jesus Christus vorgezeichneten Weg: Befreiung und Versöhnung trotz Schuld und Gewalt, Menschlichkeit vor Gesetzlichkeit, Barmherzigkeit statt Ellenbogenmentalität.
Die Taufe feiert den "zerbrechlichen" Menschen. Mit dem Ritus der Wassertaufe wird gezeigt: Wir Menschen sind von Gott geliebt und geschaffen für die Möglichkeit zu einem freien Neubeginn, auch wenn wir die Erfahrung von Leid und Schuld machen.

Für manche Jugendliche in der  Konfirmation ist die Taufe ein wichtiger Schritt in die Selbstständigkeit, für Erwachsene oft ein Bekenntnis: ich gehöre in die Gemeinde, ich stehe zur Kirche.
Für viele Eltern ist die Kindertaufe eine Familienfeier, die einen Neuankömmling in der Familie feiert, und damit ist ein Lebensabschnitten markiert ist: von der Zeit der kinderlosen Unabhängigkeit ein Schritt in die Verantwortung. 

Für die Kirchengemeinde ist wichtig: die Taufe ist das gemeinsame ökumenische Zeichen der weltweiten Christenheit. Die Taufe wir von den großen Kirchen anerkannt. Jede Taufe wird in der evangelischen Kirche im Gottesdienst gefeiert und läuft nach der in der Gemeinde bestehenden Gottesdienstordnung ab. Besondere Textlesungen, Gebete und zusätzliche Gesten und Zeichen haben sich in den verschiedenen gemeindelichen und kirchlichen Kontexten entwickelt.


Säuglingstaufe oder Erwachsenentaufe?
Im Laufe der Kirchengeschichte hat sich die Bedeutung der Taufe erweitert. Sie ist heute nicht nur der Eintritt in die Kirche, sondern durch die Taufe von Kleinkindern auch ein Familienfest des neu geschenkten Lebens. Eltern und Paten bekennen: wir sind verantwortlich für die Rahmenbedingungen des Lebens und Lernens dieses Kindes.
Daher ist in unserer Kirche beides möglich, die Taufe von Säuglingen, in der Eltern und Paten und Gemeinde ihre Verantwortung vor Gott bekennen und um Gottes Segen bitten, aber auch der eigenverantwortliche Schritt von Jugendlichen bei der Konfirmation oder von Erwachsenen, die der Kirche beitreten wollen.

  


Wann und wo findet die Taufe statt?
Es ist ganz gleichgültig, ob der Täufling erst einige Tage alt ist oder schon Monate oder Jahre, ein jugendlicher Mensch vor der Konfirmation oder ein Erwachsener. 
Die Taufe kann in einem Gottesdienst am Sonntagmorgen oder in einem Kindergottesdienst stattfinden, oder in einem eigenen besonderen Taufgottesdienst der Gemeinde. In manchen Gemeinden finden mehrfach im Jahr spezielle Taufgottesdienste statt.
Eine Taufe  kann natürlich im Krankheits- oder Sterbefall auch zuhause oder im Krankenhaus stattfinden. 


Wie sieht ein Taufgottesdienst aus?
Der Ablauf richtet sich danach, in welchen Gottesdienst die Taufe eingebettet ist. Besondere Gestaltungsideen können mit  dem Pfarrer oder der Pfarrerin abgesprochen werden. Ein Taufgottesdienst kann zum Beispiel folgenden Ablauf haben:

Musik
Begrüßung
Lied
Lesung (Psalm)
Lied
(Glaubensbekenntnis)
Lied
Ansprache und Bibelauslegung,
Lesung aus dem neuen Testament  (z. B. Taufevangelium Matthäus 28)
Tauffrage an die Eltern und Paten
Taufritus und Segen
Lied
Fürbittengebet für Täufling und Familie
Segensbitte der Gemeinde
Musik zum Ausgang

Festgelegt ist  der Taufritus in der Kirchenordnung (Agende). Alle anderen Texte des Gottesdienstes können mit Pfarrer oder Pfarrerin abgesprochen werden.


Taufspruch und Tauflieder

Im Gottesdienst wird dem Täufling der Taufspruch als Segensspruch gesagt, der dann auch in der Taufurkunde erscheint.
All das sollte in einem musikalisch passenden Rahmen eingebettet sein, dazu gibt es sehr schöne alte und neue Tauflieder im evangelischen Kirchengesangbuch.
Wenn es in der Familie viele Menschen aus katholischen Tradition gibt, kann man ihnen mit der Auswahl ihnen bekannter Lieder den Zugang zum Gottesdienst erleichtern.

Ältere Lieder, ökumenisch bekannt:
66 Jesus ist kommen    
67 Herr Christ, der einig Gotts Sohn    
131 O heiliger Geist, o heiliger Gott    
133  Zieh ein zu deinen Toren    
167 Wir wollen fröhlich singen    
176 Öffne meine Augen    
199  Gott hat das erste Wort    
207 Nun Schreib ins Buch des Lebens    
209 Ich möcht', daß einer mit mir geht    
210 Du hast mich, Herr, zu dir gerufen   
211 Gott, der du alles Leben schufst    
103   Nun bitten wir dich, Jesu Christ    
157  Laß mich dein sein und bleiben    
200  Ich bin getauft auf deinen Namen    
204  Herr Christ, dein bin ich eigen    
289  Nun lob, mein Seel, den Herren      
316 Lobet den Herren,
200 Ich bin getauft in deinen Namen,
331 Großer Gott, wir loben dich

Neuere Tauflieder:
596 Kind du bist uns anvertraut,
206 Liebster Jesu, wir sind hier;
Hör deinen Namen


Moderne Songs
666 Selig seid ihr
425 Gib uns Frieden jeden Tag
427 Solang es Menschen gibt auf Erden 
432   Gott gab uns Atem, damit wir leben     
571 Unser Leben sei ein Fest

Segenslied:
171 Bewahre uns Gott


 Wer kann in der evangelischen Kirche getauft werden?
1. Auf eigenen Wunsch jeder religionsmündige Mensch (in der BRD rechtlich mit dem 14. Lebensjahr).
2. Jedes Kind, von dem mindestens ein Elternteil der evangelischen Kirche angehört.
Ist dies nicht der Fall, kann nur in Ausnahmefällen ein Kind getauft werden, wenn die Taufpatin oder der Taufpate evangelisch sind und dem Kind nahe stehen:
Die Taufe eines Kindes muss versagt werden, wenn weder Vater noch Mutter der evangelischen Kirche angehören.
Wenn das Kind von einer evangelischen Christin oder einem evangelischen Christen erzogen wird, kann das Kind mit Beschluss des Presbyteriums getauft werden.  


Wie melde ich eine Taufe an?

Sie können die Taufe im Gemeindebüro oder direkt bei dem Pfarrer/ der Pfarrerin anmelden. Zur Vorbereitung der Tauffeier wird mit dem Pfarrer oder der Pfarrerin möglichst einige Wochen vorher ein Taufgespräch vereinbart, in dem Gelegenheit ist, über inhaltliche Dinge und den Ablauf des Taufgottesdienstes zu sprechen.  
 

Die Formalitäten

Einige organisatorische Dinge sind für die Taufe ihres Kindes notwendig. Bitte füllen sie das Formular (im Downloadbereich) sorgfältig aus. Damit helfen sie uns, für spätere Nachfragen die Taufe richtig zu dokumentieren. 

1. Anmeldung der Taufe
Zur Anmeldung der Taufe füllen sie das Anmeldeformular aus dem Downloadbereich aus und senden es per Email oder Post an unser Gemeindebüro.

2. Dimissoriale heißt das Formular, das der Pfarrer aus dem Bezirk, in dem Sie wohnen, ausstellen muss, damit die Taufe außerhalb der Gemeindegrenzen ihrer Ortsgemeinde oder durch einen anderen Pfarrer stattfinden kann. Es muss in diesem Fall bis zur Taufe vorliegen und kann bei dem zuständigen Gemeindeamt oder dem Ortspfarrer beantragt werden.

3. Patenbescheinigung
Wenn die Taufpaten zu einer anderen als der Evangelischen Kirche gehören oder evangelisch sind, aber nicht im Bereich unserer Gemeinde wohnen, benötigen sie eine Patenbescheinigung , die ihnen im Gemeindebüro der Kirche am Wohnort ausgestellt wird.

Formulare im Downloadbereich hier. 
Wichtig: Zur Anmeldung von Taufe, Trauungen und zum Kircheneintritt reicht die Zusendung der Formulare nicht. Ein Vorgespräch mit dem zuständigen Gemeindepfarrer unbedingt erforderlich. 

 


Taufpaten und Taufpatinnen
Paten müssen nicht, sollten aber sein. Früher war das Patenamt eher ein Zeugenstand für fehlende Taufurkunden, heute hat sich die Auffassung des Patenamtes gewandelt. Paten und Patinnen sollen das Kind und die Eltern begleiten und in zukünftigen Zeiten Ratgeber sein können, Hilfestellungen bieten, wenn es Konflikte gibt, oder wenn Eltern erkranken oder sterben. Es können mehrere Taufpaten bestimmt werden. Bitte halten sie Rücksprache mit den Paten und vergewissern sie sich, dass diese Mitglied einer der anerkannten Kirchen und Freikirchen sind.Wichtig: Aus der Kirche ausgetretene Personen können nicht Paten sein.Wenn die Taufpaten zu einer anderen als der Evangelischen Kirche gehören oder evangelisch sind, aber nicht im Bereich unserer Gemeinde wohnen, benötigen sie eine Patenbescheinigung , die ihnen im Gemeindebüro der Kirche am Wohnort ausgestellt wird.

Fotografieren und Filmen
Bilder werden immer wichtiger in unserem Leben. Daher sind Aufnahmen vom Tauffest für viele von großer Bedeutung. Wir bitten sie aber dabei zu berücksichtigen, daß das Fest und der Gottesdienst durch Kameras auch gestört werden kann. Darum ist einen Absprache mit dem Pfarrer / der Pfarrerin notwendig.


 

 Worte zum Leben Taufsprüche :  Link zu Taufspruch.de 

Wir freuen uns, wenn Jugendliche ihre Taufe mit der festlichen Konfirmation bestätigen.
Sie feiern mit ihren Familien und der Gemeinde ihre Religionsmündigkeit und den Abschluss des kirchlichen Unterrichtes.

Der Kirchliche Unterricht dauert in der Regel ein Jahr und beginnt in dem Jahrgang, in dem die Jugendlichen vor dem Konfirmationstermin im Mai 14 jahre alt geworden sind.
Im Frühjahr des vorhergehenden Jahres werden die Jugendlichen in den Familien angeschrieben, in denen evangelische Eltern leben. Sie werden zu einem Anmeldecafe eingeladen und eine Terminliste der Konfikurstermine und Freizeiten wird mitgeschickt.

Der Konfikurs wird von einem Pfarrer/einer Pfarrerin und einer Jugendleiterin unserer Gemeinde begleitet.
Verantwortlich ist für den Jahrgang 2019:


Pfarrer Stephan Scharf 
Ehrenstraße
Tel. +49 15162604804
stephan.scharf@ekir.de


 

Konfirmation Fragen und Antworten


Warum werden Jugendliche im Alter von 13-14 Jahren konfirmiert

Die Konfirmation hat verschiedene Bedeutungsebenen. Viele Kinder sind als Babys getauft worden, ohne selbst die Bedeutung der Taufe,   die Grundlagen des Christ-Seins, das Gemeindeleben und die Positionen der Kirche zu kennen. Der Unterricht will den Jugendlichen die Möglichkeit schaffen, sich über ihren eigenen Standpunkt klar zu werden und mit der Lebenspraxis der Kirche erwachsen zu werden.
Die Evangelische Kirche feiert die Konfirmation als Erfüllung der Taufe und nimmt die Konfirmierten mit allen Rechten und Pflichten in den Kreis der zum Abendmahl, zur Gemeindeversammlung zugelassenen auf.
Der Konfirmandenunterricht entstand in der Reformation verbunden mit der Vorstellung, Christsein sei ein Lernprozess und orientierte sich an den Hauptelementen des Glaubens (Luthers kleiner Kathechismus: 10 Gebote, Glaubensbekenntnis, Vater Unser, Taufe, Abendmahl) oder den Hauptfragen des Glaubens (Heidelberger Kathechismus).
Die Konfirmation markiert aber soziologisch gesehen  auch ein Übergangsfest in die Erwachsenenwelt. Früher bekamen die Mädchen Teile der Aussteuer, die Jungen das erste Geld, den ersten Anzug oder die erste Taschenuhr, Symbole der Selbstständigkeit. Haben sich heute die Geschenke verändert, (Mofa /Computer, Fotoapparat) so ist der Sinn des Festes als Eintritt in die Erwachsenenwelt der gleiche geblieben. 


Wie wird mein Kind Konfirmand oder Konfirmandin?
In der Regel versendet die Gemeinde frühzeitig die Einladungen zum Kirchlichen Unterricht mit den entsprechenden Anmeldeformularen. Dann gibt es Elternabende und erste Planungstreffen.



Wie sieht der kirchliche Unterricht aus?
Früher bedeutete Konfirmandenunterricht das Auswendiglernen von Psalmen, Bibelsprüchen, Liedern und Gebeten.

Das hat sich in den letzten Jahrzehnten sehr verändert. Der Kirchliche Unterricht soll die Jugendlichen spielerisch und praxisbezogen mit dem Gemeindeleben und den Glaubensgrundsätzen bekannt machen. Dabei kommt es auf die Begegnung mit glaubwürdigen Menschen in der Gemeinde an, es gibt Gemeindepraktika, Freizeiten, Wochenendseminare. In den Unterrichtsstunden wird gelernt und gespielt, debattiert, künstlerisch und kreativ gearbeitet und Gottesdienste werden gemeinsam erarbeitet und gefeiert. In der Regel verwenden die Pfarrer und Pfarrerinnen Begleithefte, die die Jugendlichen selbst gestalten.
Selbstverständlich werden bestimmte grundlegende Texte werden wie das Vater Unser und das Glaubensbekenntnis auch auswendig gelernt, dies erfolgt oft in spielerischer  Form.
Eine Prüfung am Ende des Kirchlichen Unterrichtes gibt es nicht mehr, dafür wird in gemeinsamen Seminaren mit Eltern und Presbytern gearbeitet und die Gemeinde erhält durch gemeinsam gefeierte thematische Gottesdienste Einblick in die Arbeit des Unterrichtes.


Müssen die Jugendlichen getauft sein, um am Kirchlichen Unterricht teilnehmen zu können?
Nein. Wer als Kind nicht getauft wurde, wird während oder am Ende der Zeit des kirchlichen Unterrichtes in einem besondern Taufgottesdienst oder im Konfirmationsgottesdienst getauft.


Kann ich auch als Erwachsener konfirmiert werden?
Ja. Wer als Jugendlicher nicht konfirmiert wurde, kann als Erwachsener konfirmiert werden. Die Konfirmation findet dann nach einer Vorbereitung statt.


Wie feiert man Konfirmation?
Der Konfirmationsgottesdienst als Abschluss des Kirchlichen Unterrichtes wird  in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten gefeiert. Im Gottesdienst werden die Konfirmanden und Konfirmandinnen gefragt, ob sie ihre Taufe bestätigen und sich zum christlichen Glauben bekennen. Dann werden ihnen ihre neuen Rechte und Pflichten erläutert und sie werden anschließend gesegnet.
Den Jugendlichen ist dabei der feierliche Charakter des Gottesdienstes sehr bewusst, die meisten Jugendlichen empfinden den Gottesdienst als etwas sehr bedeutsames. Zum Gottesdienst gehören für ihr Verständnis festliche Kleidung (die Zeiten ändern sich!), der feierliche Einzug, der Segen vor dem Altar. Sie erhalten dort die Konfirmationsurkunde, in manchen Kirchen kommen die Eltern zu Wort und die Konfirmanden haben Gelegenheit, ihren Freunden und Familien etwas zu sagen.
Die anschließenden Familienfeier kann in Absprache mit den Jugendlichen sehr unterschiedlich gestaltet werden, es kommt hier für eine geglückte Form weniger auf die Qualität des gewählten Restaurants als auf die Gedanken, die man sich zur Programmgestaltung gemacht hat. Programmbeiträge von Freunden und Verwandten sollten durchdacht sein, Spiele, Quiz, Musik und Tanz geben dem Fest Farbe. Diavorführungen aus der Säuglingszeit werden von den Jugendliche meist als wenig gelungen empfunden.



Was kommt nach der Konfirmation?
Meist bietet die Kirchengemeinde vor Ort ein Anschlussprogramm (Jugendgruppe, Teenieclub, Jugendfreizeiten
Die Konfirmanden haben nun das Recht, im Gottesdienst auch am Abendmahl teilzunehmen, sie können Taufpaten werden und haben Zugang zur Gemeindeversammlung.